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Fakten
By Redaktion | März 6, 2010
Lesen Sie folgenden Artikel aus der Ärtzezeitung:
Kernaussage: In der Methadon-Substitution ist der illegale Beikonsum fast die Regel
Themen: Allgemein | 2 Kommentare »


März 7th, 2010 at 12:32
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider wurden die Ergebnisse der o.g. Studie Anfang Juli letzten Jahres in mehreren großen Publikumszeitschriften derart tendenziös bis schlichtweg falsch dargestellt, dass sich die Studienautoren zu einer zusätzlichen Stellungnahme veranlasst sahen. Selbst das Ärzteblatt geht z.B. fehl in der Schlussfolgerung der Überschrift, der Missbrauch von Substitutionsmitteln werde “immer häufiger”. Eine solche Aussage kann eine sogenannte Querschnittstudie wie hier vorliegend, die nur zu einem einzigen Zeitpunkt und nicht im zeitlichen Verlauf (Längsschnitt) die Situation beurteilt, gar nicht erlauben. Für die Einordnung Ihrer obigen “Kernaussage” viel interessanter ist allerdings, dass sie an einer völlig anderen Grundgesamtheit als Substitutionspatienten gewonnen wurde, nämlich an drogenabhängigen Personen im Umfeld von Konsumräumen. Diese sind überhaupt nur solchen Personen zugänglich, die nicht in Substitutionsbehandlung stehen. Die Studienautoren: „Der Fokus des vorliegenden Projektes liegt in der offenen Drogenszene, somit kann aus den Daten nicht auf die Grundgesamtheit aller substituierten Personen in Deutschland geschlossen werden. Bei den 806 befragten Personen handelt es sich zum großen Teil um sozial desintegrierte, schwerstkranke Personen, die im Umfeld von Konsumräumen kontaktiert wurden und nicht um reguläre, integrierte Substitutionspatienten. Knapp 40% der befragten Personen haben keine stabile Wohnsituation, ein Drittel schätzt den eigenen psychischen Zustand als schlecht bis sehr schlecht ein, ein Viertel gibt ein entsprechendes Urteil über den eigenen körperlichen Zustand ab.” Das sieht bei den Patienten (nicht nur) unserer Praxis ganz anders aus. So hatte ich Ihnen auf der Versammlung ja z.B. schon mitgeteilt, dass von diesen kein einziger auf der Straße lebt. Vielleicht sollten wir von dieser ganzen Diskussion “Beikonsum – gibt’s den oder eben nicht”, zu der ich wohl mit meiner doch zu vereinfachenden Aussage auf der Versammlung beigetragen habe (und auch prompt korrigiert wurde
, wegkommen; die Diskussion wird jetzt erfreulicherweise differenzierter. Für Ihre berechtigte Frage, würde sich die Situation auf der Poppelsdorfer Allee denn durch unsere Patienten verschlechtern (und die Präsenz nicht in Behandlung Befindlicher im Stadtgebiet kann ja wohl kaum der Praxis zugeschrieben werden), ist zunächst wichtig zu wissen, dass bei mehr als 90% der Patienten die Behandlung sehr gut funktioniert; der intravenöse Heroinkonsum hört auf. Es bleibt bei manchen ein seltener bis gelegentlicher Konsum, aber der findet vielleicht am Monatsanfang zu Hause statt, und eben nicht mehr auf der Straße, und er führt vor allem nicht mehr dazu, dass wieder eine gravierende gesundheitliche Gefährdung oder sozialer Abstieg droht, wie das beim ursprünglichen Zustand ohne Behandlung der Fall war (ganz ähnlich dem Diabetiker, der gelegentlich mal, aber nicht mehr täglich, ein Stück Sahnetorte isst und damit nicht mehr ein Fortschreiten von Gefäßschäden riskiert).
Mit freundlichen Grüßen
D. Lichtermann
März 8th, 2010 at 14:48
Tja Herr Dr. L. Erfahrungen sprechen andere Bilder.
Sie sind eben Geldgierig und daher nicht gewillt noch weiteren Invest zu tätigen um den Bürgern Ihren Willen zu gönnen. Alles andere würde nicht dem entsprechen was Sie äussern, denn als Pychater sollten Sie eventuell den Bedürfnissen der Menschen entgegen treten und sich nicht umdrehen, denn das klappt ja gut bei Ihnen in Ihrer Praxis. Vor Problemen schliessen Sie die Tür.