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    Brief des “Bürger Bund Bonn” an die Anwohner der Poppelsdorfer Allee

    By Redaktion | März 5, 2010

    An die Anwohnerinnen und Anwohner der Poppelsdorfer Allee

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

    Der Bürger Bund Bonn lehnt die beantragte Nutzungsänderung einer Wohnung in der Poppelsdorfer Allee 60 und die darin geplante Einrichtung einer „Methadon-Ambulanz“ einmütig ab. Das haben wir zeitgleich mit Ihrer Versammlung am Montag Abend auf der Sitzung unserer Stadt- und Bezirksverordneten gemeinsam mit allen sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern aus den Fachausschüssen des Stadtrates einstimmig beschlossen. Nur aus diesem Grunde konnten wir leider an Ihrer Zusammenkunft nicht teilnehmen.

    Unser Vertreter im Unterausschuss Bauplanung wird sich daher gegen die beantragte Nutzungsänderung aussprechen und gegen sie stimmen. Wir sind mit Ihnen der Ansicht, dass die Wohnbereiche in der Umgebung des Hauptbahnhofes mit Drogenproblemen und ihren Folgen schon jetzt mehr als belastet sind. In jüngster Zeit zeigten das z.B. wieder die regelmäßigen Fahrzeugaufbrüche in der Dechenstrasse.

    Wir bejahen Suchthilfen für suchtkranke Bonnerinnen und Bonner. Wir stimmen aber dem Bonner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers zu, dass die guten Hilfsangebote in unserer Stadt ebenso wie die günstigen Rauschgiftpreise eine Sogwirkung auf Drogenabhängige haben.

    Wir sehen nicht mehr ein, warum in Bonn nach wie vor zahlreiche Drogenabhängige aus Nachbarkreisen (z.B. Rhein-Erft, Rhein-Sieg, Euskirchen, Ahrweiler) versorgt werden. Sie müssen endlich in ihre Heimatorte verwiesen werden. Wir kritisieren, dass Einrichtungen der Suchthilfe ihre Klienten nicht in die Heimatregion entlassen, sondern sogar zur Ummeldung nach Bonn raten, wie Markus Banger, Chefarzt der Abteilung für Suchterkrankungen und Psychotherapie der Rheinischen Kliniken, im Bonner General-Anzeiger berichtet hatte.

    Wenn man nur Bonnerinnen und Bonnern helfen will, braucht man keine Methadon-Abulanz an der denkmalgeschützten Poppelsdorfer Allee, einem der schönsten Orte der Bonner Innenstadt!

    Mit den besten Grüssen

    Bernhard Wimmer Inge Brandenburg

    Fraktionsvorsitzender Wahlkreisbeauftragte

    www.bbb-im-rat.de info@bbb-im-rat.de

    Bürger Bund Bonn

    Freie Wähler

    BBB-Fraktion

    Altes Rathaus, Markt 2

    53111 Bonn

    Telefon: 0228/77 54 45

    Telefax: 0228/77 54 47

    03.03.2010

    im Rat der Stadt Bonn

    BBB

    Themen: Allgemein | 3 Kommentare »

    3 Responses to “Brief des “Bürger Bund Bonn” an die Anwohner der Poppelsdorfer Allee”

    1. Stadtverordneter Nico Ernst Says:
      März 5th, 2010 at 18:25

      Wenn es zu Ratsabstimmungen in dieser Sache kommen sollte, würde ich mich dieser Position anschließen.

    2. D. Lichtermann Says:
      März 5th, 2010 at 20:54

      Sehr geehrter Bürger Bund Bonn,

      Ihre Frustration über die Attraktivität unserer Stadt für auswärtige Drogenabhängige, gleich ob in Behandlung oder nicht, wird ja schon lange von den Vertretern der Stadt geteilt. Allerdings waren auch wir im vergangenen Jahr unter den Bonner Behandlungseinrichtungen maßgeblich daran beteiligt, die notfallmäßig aus einer anderen Praxis übernommenen auswärtigen Patienten in Praxen in Heimatnähe zurück zu vermitteln, was recht gut gelungen ist. Unter unseren Patienten wohnen derzeit 4,5% im Rhein-Sieg-Kreis; je die Hälfte rechts- bzw. linksrheinisch; darunter einige, die früher in Bonn gelebt haben, und denen es auch nach einem Umzug sicher zusteht, beim Arzt ihrer Wahl zu bleiben; aus weiter entfernten Landkreisen stammt niemand. Wenn ich da mal Ihren letzten Satz umkehren darf: da 95,5% unserer Patienten Bonner Bürger sind (und das schon lange) und da wir als eine von nur drei Bonner Behandlungseinrichtungen unter Kostenträgerschaft der Stadt Bonn die zugehörige psychosoziale Betreuung im Rahmen des Städtischen Substitutionsprogramms direkt in der Praxis anbieten, kann man wohl durchaus eine Methadonambulanz auch an der Poppelsdorfer Allee brauchen!

      Mit freundlichen Grüßen

      D. Lichtermann

    3. Patient ehe. Says:
      März 8th, 2010 at 15:57

      Sehr geehrte Bürger der P-Allee..
      eventuell sollte man das Gesundheitsamt mal hinzu ziehen, da einige Dinge nicht wirklich rechtens sind… und das ist sicher.

    Comments