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Rettet die Poppelsdorfer Allee!!!
By admin | Februar 27, 2010
Es gibt derzeit Pläne, eine Substitutionsstelle für Drogenabhängige in der Poppelsdorfer Allee in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens und eines Seniorenwohnheims zu errichten. Ein entsprechender Antrag eines Arztes liegt der Stadt vor, die bisher – zurecht – die Genehmigung verweigerte.
Die Folgen für die Poppelsdorfer Allee wären nicht zumutbar. Berichte aus anderen Städten zeigen auf, dass die substitutierten Drogenabhängigen oft in Gruppen mit Hunden vor der Praxis lärmen – teilweise alkoholisiert. Dies ist für Kinder unzumutbar und gefährlich (lesen Sie auch den folgenden Bericht). Da die meisten Methadon-Substituierten Beikonsum betreiben (Polytox), wird es auch parallel dazu Heroinkonsum geben.
Weitere Punkte sprechen gegen den Standort:
- Die Poppelsdorfer Allee ist eine internationale Sehenswürdigkeit und eine der Prachtstraßen Bonns.
- Kinder, Familien und Menschen jeden Alters flanieren täglich auf der Allee – der Freizeitwert ist enorm hoch.
- Ein Seniorenwohnheim liegt in direkter Nähe zur geplanten Methadonpraxis.
Soll Bonn demnächst Drogenstadt werden? Wir sagen NEIN.
Aus diesem Grunde hat sich die Bürgerinitiative “Rettet die Poppelsdorfer Allee” gegründet.
Die Bürgerinitiative ist gegen eine Methadonpraxis auf der Poppelsdorfer Allee!
Die Poppelsdorfer Allee darf kein Aufenthaltsort für Methadonempfänger werden!
Täglich, sowie an Sonn- und Feiertagen, sollen 100 Patienten und mehr versorgt werden!
DER ERHOLUNGS- und FREIZEITWERT für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen geht verloren.
Themen: Allgemein | 6 Kommentare »


März 7th, 2010 at 22:06
Eine Kindheit in der Drogenhauptstadt Bonn
Bönnsche Pänz haben früh die Gelegenheit, die innerstädtische Drogenszene kennen zu lernen: schon im Kinderwagen erkennt der junge Erdenbürger das Ergebnis der hiesigen Drogenpolitik: schiebt Mutti lieber zwischen den Skins am Kaiserplatz entlang (direkt bei der Lock an der Eisdiele), flaniert sie an der allgemein geschätzten Bevölkerung des Bonner Lochs vorbei (immerhin mit Polizeischutz), oder begegnet man den traurigen Gestalten in der Quantiusstraße auf dem Weg zum Kinderarzt? Gerne nutzt man auch die Rampe am Busbahnhof, an der sich meist trinkende Abhängige mit Hund aufhalten, wenn der kleine Bonner zur Familienbildungsstätte geschoben wird.
Macht der heranwachsende Bürger seine ersten Schrittchen, kann er Spritzen auf dem Hofgartenspielplatz sammeln oder tritt im Sommer in Flaschenscherben (von Suchtkranken und Ignoranten) auf der Hofgartenwiese.
Werden die Bönnsche Pänz dann drei Jahre alt, kann man als Eltern nur hoffen, dass der eigenen Nachwuchs keinen Kindergartenplatz zu seinem Geburtstag bekommt- sonst verbringt er möglicherweise seinen Alltag in der Poppelsdorfer Allee.
Zugegeben, der kleine Bonner Bürger führt gewöhnlich wenige Devisen mit sich, aber er könnte auch ein zahlungskräftiger Tourist sein…
Dr. Bewernick – langjährige Mitarbeiterin in einer Psychiatrie und Mutter zweier Pänz
P.S. Vielleicht fragt mal jemand die Suchtkranken, ob sie das Aushängeschild für Bonn sein wollen! Wer sich anonym behandeln lassen möchte, wird wohl kaum die Poppelsdorfer Allee entlang spazieren wollen, um vor aller Augen in „die Methadonpraxis” zu gehen. Wem die Öffentlichkeit egal ist, wird auch (wie in anderen Städten) den Weg zu einer sinnvoll gelegenen Praxis finden.
März 7th, 2010 at 23:12
Diese undifferenzierten ironischen Pöbeleien sind bei so einem ernsten Thema leider völlig fehl am Platz, Frau Bewernick!
März 8th, 2010 at 15:30
Kann mich Peer L. nur anschließen; emotionalisieren wir das Thema nicht noch unnötig. Eskalation hilft niemandem.
März 9th, 2010 at 17:35
Ich habe mich erst vor einiger Zeit mit diesem Thema auseinandergesetzt und finde es etwas traurig, dass man den Leuten keinerlei Möglichkeiten gibt sich eine eigene Meinung zu bilden. Es wird mit keinem Wort erwähnt wie genau solche Stellen aufgebaut sind. Viele wissen ja noch nicht einmal,dass die Betroffenen die Mittel in Form von Saft einnehmen und nicht in Spritzen und dies auch nur unter Aufsicht.
Klären Sie die Leute erstmal auf und dann lassen Sie Sie entscheiden. Anders kann ich so eine Kampagne nicht befürworten.
Mai 14th, 2010 at 20:29
Guten Abend,
ich finde die Aktion hier mehr als peinlich. Wo sollen die Menschen denn hin? wohne selber in der Nähe einer Methadonvergabe,
Sollen sie in die sozial schwächeren Randbezirke? Tannenbusch, Auerberg oder Dransdorf wäre doch nett, oder?
Bonns “Prachtmeile” soll damit nix zutun haben. Was soll das alberne Kindergartenargument? Kinder sehen dann eben kranke Menschen, die ein Medikament bekommen und vielleicht nicht immer die Top-Leistungsträger dieser Gesellschaft sind. Na und?
Kann doch nur zur Toleranz beitragen, Und Senioren..sorry, die haben meist noch einen Weltkrieg erlebt, was soll die denn bitte schocken?
Mir kommt das recht vorgeschoben vor. Man möchte einfach “damit” nix zu tun haben , “unter sich” bleiben.
Jetzt keine Drogenpolitische Diskussion, aber die Verelendung ,Ausgrenzung dieser Leute ist Teil der verfehlte Drogenpolitik. Zum Glück gibt es inzwischen Methadon und die kontrollierte Vergabe, wenn auch beides nicht unproblematisch ist.
Traurig, wofür/wogegen sich Leute engagieren, Solidarität sieht anders aus.
Mai 14th, 2010 at 21:16
Ad “Wo sollen die Menschen denn hin?”
Der VfG hat derzeit noch viele freie Plätze. Er grenzt direkt an die Poppelsdorfer Allee.
Es wird von Politikern bezweifelt, dass so viel Bedarf vorhanden ist, zumal Bonn schon Drogentorismus hat.
Ad “Bonns “Prachtmeile” soll damit nix zutun haben”
Direkt an der Poppelsdorfer Allee gibt es bereits – eigentlich müssten Sie das wissen – eine Methadonsubstitution,
die die Menschen auffängt.
Was jetzt geplant ist, würde die Bonner Region um die Poppelsdorfer Allee zur Drogenzone machen – attraktiv für Menschen aus ganz Deutschland.
Ad “Kinder sehen dann eben kranke Menschen”
Genau. Und dann passiert es, wie letztens in der Zeitung beschrieben: Kind tritt in Spritze (Alter Zoll, Bonn).
Es folgt das volle Programm: HIV-Test etc. Aber das sollen Kinder ruhig mal kennenlernen. So sieht doch die aktuelle Politik aus. Demnächst findet die Drogensubstitution direkt im Kindergarten statt.
Die Spritzen kommen vom Beikonsum, der relativ normal ist.
Ad “Und Senioren..sorry, die haben meist noch einen Weltkrieg erlebt,…”
Ja, und dann ist eben mal die Handtasche weg. Oder man wird von Hunden angebellt/ gebissen etc. … Aber Senioren zählen doch heute nicht mehr. Die Folgen einer Substitutionsstelle sind übrigens gut dokumentiert und nachzulesen.
Wir sprechen auch nicht von 10 – sondern von 100 Substituierten pro Tag.
Ad “Mir kommt das recht vorgeschoben vor. Man möchte einfach “damit” nix zu tun haben , “unter sich” bleiben.”
Hier verweisen wir auf den Bürgerantrag und der von Politikern als bemerkenswert gelobt wurde. Die Stadt bietet Herrn Dr. Lichtermann übrigens die Unterstützung an – jedoch geht er augenscheinlich nicht darauf ein.
Ad “Die Drogenpolitik ist verfehlt”
Dem stimmen wir zu. Schon jetzt versorgt Bonn die Abhängigen der Region mit Bonner Geld, das dann nicht für andere Dinge da ist, z. B. Kinder, Familien etc. – Lesen Sie sich die Statistik durch …
http://www.rettet-die-poppelsdorfer-allee.de/news/2010/03/07/mehr-substituierte-als-koeln/
Ad “Zum Glück gibt es inzwischen Methadon und die kontrollierte Vergabe, wenn auch beides nicht unproblematisch ist.”
Sie kennen sich aus. Dann wüssten Sie aber auch, dass die Behandlung mit Methadon als gescheitert angesehen wird.
Eine Abhängigkeit ersetzt die andere – über 20 Jahre werden nur etwa 10% “geheilt”. Mit der geplanten Praxis für über 100 Patienten (3 Min pro Patient) kann man eine gute soziale Betreuung nicht garantieren.
Abschließend sei gesagt (Achtung Ironie!):
Warum nicht gleich 10 Praxen aufmachen?
Mögliche Standorte könnten sein: das Rathaus, das Geburthaus von Beethoven, das Bpnner Münster
Weitere Vergabestellen für sollten bevorzugt in der Nähe von Kindergärten/ Schulen/ Seniorenwohnheimen eingerichtet werden.
Eine Praxis in der Poppelsdorfer Allee mit den bekannten Folgen: das ist unsozial gegenüber den alten Menschen, den Kindern und den Bürgern! Gut, dass es noch engagierte Bürger gibt!
Eine Versorgung ist hier absolut gewährleistet!